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Der ehemalige Bahnhof Lösnich-Kinheim ist eine historische Bahnstation der in den 1960er Jahren stillgelegten Moselbahnstrecke zwischen Bullay und Trier.

GeschichteBearbeiten

Das um 1975 niedergelegte Bahnhofsgebäude von Lösnich und Kinheim in der Bahnhofstraße Lösnich. Gleise mit Weiche am Bahnhof Lösnich-Kinheim 1963.

Das ehemalige Betriebsgelände (links) und der Standort des Bahnhofs Lösnich-Kinheim (rechts)in der Bahnhofstraße Lösnich in Richtung Kindel.
Die heute noch erkennbare Bahntrasse der ehemaligen Moselbahn unterhalb von Lösnich.

Die im August 1899 von der Westdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft gegründete Moselbahn AG erhielt im Juni 1901 die Genehmigung zum Ausbau einer normalspurigen Eisenbahn von Trier nach Bullay.[1] Am 21. August 1905 wurde schließlich das letzte Teilstück der Moselbahn von Bernkastel nach Bullay feierlich unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Lösnich in Betrieb genommen,[2] womit auch Lösnich an das Streckennetz der Moselbahn angeschlossen war. Die Moselbahn bediente nun die Moselorte zwischen Trier und Bullay über ein Gesamtstrecke von 102 Kilometer. Die Fahrzeit betrug ca. 3 3/4 Stunden bei ca. 40 km/h.3 [3]

Zum 31. Dezember 1962 erfolgte aus wirtschaftlichen Gründen schließlich die Stilllegung des Bahnverkehrs zwischen Bullay und Niederemmel Piesport.[4] Der Rückbau der Gleise erstreckte sich vom Januar 1963 bis April 1964. Viele Lösnicher mögen sich noch an das Spektakel erinnern, wie im Sommer 1963 viele Waggons der ehemaligen Moselbahn kontrolliert auf den Lösnicher Gleisanlagen abgebrannt wurden.

Personen- und Güterverkehr wurden 1963 auf die Straße verlegt. Bis 1968 wurde der Bahnhof noch als Stützpunkt für den Güterverkehr genutzt, bis auch der Güterverkehr komplett eingestellt wurde. Um 1975 fiel das mittlerweile leerstehende Bahnhofsgebäude ohne weitere Nutzung schließlich der Abrissbirne zum Opfer.[5]

Bahnhofsanlage Bearbeiten

Bahnhof mit Dienstgebäude und Dienstwohnung entsprachen als Fachwerkbau im Typus dem noch heute erhaltenen Bahnhofsgebäude in der Nachbargemeinde Erden. Die Abortanlage befand sich wie in Erden auch außerhalb des Gebäudes. Das Gebäude selbst bestand aus der Dienstwohnung, dem Wartesaal, dem eigenlichen Dienstraum mit Fahrkartenausgabe in den Wartesaal und dem sich an den Dienstraum anschließenden Frachtraum mit Dezimalwaage. Eine Zentrale Heizung stand nicht zur Verfügung. Geheizt wurde mit Holz- und Kohleöfen.

Das ehemalige Bahnhofsgebäude war errichtet genau auf der Gemarkungsgrenze zwischen Kinheim-Kindel und Lösnich. Ein Teil des Wartesaals und die Diensträume befanden sich bereits auf Kinheimer Gemarkung. Die Bahntrasse der Gleisführung unterhalb des Ortes Lösnich parallel zum "Gestade" ist auch heute noch in Teilbereichen gut erkennbar.

Die Gleisanlage am Bahnhof Lösnich-Kinheim bestand aus drei Gleisen: dem durchgehenden Hauptgleis, dem Kreuzungsgleis und dem Freiladegleis. Über ein handbetriebenes Stellwerk am Bahnhofsgebäude wurden die Weichen gestellt. Zwei Bahnsteige und die Ladestraße boten die Zugänge zu den Gleisen. Am Freiladegleis befand sich eine Betonrampe mit Ladekran.[6]

Mit der Bahnstation verbunden war ein Bahnarbeitergruppe zur Instandhaltung der Gleisanlagen. Der Werkzeug- und Materialschuppen befand sich links am Bahnhofsgebäude.

Literatur Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Die Moseltalbahn, Dr. Karl-Josef Gilles,2009, S.S 8 ff
  2. Die Moseltalbahn, Dr. Karl-Josef Gilles,2009, S.8 ff
  3. Die Moseltalbahn, Dr. Karl-Josef Gilles,2009, S.19
  4. Die Moselbahn Trier-Bullay, L. Kenning, M. Simon, S.80
  5. Die Moselbahn Trier-Bullay, L. Kenning, M. Simon, S.231
  6. Gleispläne der Moselbahn http://www.gleisplaene.de/galeriezwei/index-01.htm

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