Fandom

EisenbahnWiki

EMD GP7

444Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen
Dieser Artikel stammt ursprünglich aus dem Artikel EMD_GP7 der deutschsprachigen Wikipedia. Der Text steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (GFDL). Die Autoren des Originalartikels findest du in der Versionsgeschichte.

EMD GP7
Baureihe: EMD Baureihe GP7
verschiedene Bahngesellschaften
Nummerierung:  ?
Anzahl: 2724
Hersteller: Electro-Motive Division
Baujahr(e): 1949 - 1954
Achsformel: Bo'Bo'
Spurweite: 1435 mm
Achslast: 28,9 t
Dienstmasse: 115,5 t
Länge über Puffer: 15.544 mm
Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h
Motorentyp: EMD 567B , 2-Takt Diesel
Anzahl der Fahrmotoren: 4
Leistungsübertragung: elektrisch
Stundenleistung: 1.100 kW
Anfahrzugkraft:  ??? kN

Die EMD GP7 ist eine Baureihe vierachsiger dieselelektrischer Lokomotiven des US-amerikanischen Lokomotivherstellers General Motors Electro-Motive Division (EMD) der GP-Serie. Wobei GP für general purpose steht.

Mit dieser Baureihe kam EMD den Anforderungen der Eisenbahngesellschaften nach einer sowohl im Rangier- als auch im Streckendienst einsetzbaren Maschine entgegen. Ursprünglich als Güterzuglokomotiven konzipiert, wurden einige Exemplare auch im Personenzugdienst eingesetzt.

Insgesamt entstanden 2.724 Maschinen mit Führerstand (A-Einheiten) und 5 führerstandslose B-Einheiten. Letztere wurden ausschließlich von der Santa Fe geordert.

Entwicklung Bearbeiten

Die Maschinen der F-Serie leiteten die Ablösung der Dampflokomotiven im Güterverkehr der Eisenbahnen in Nordamerika ein. Allerdings waren sie für den lokalen Güterverkehr mit seinen umfangreichen Rangiermanövern nur bedingt geeignet. Durch die frontseitige Ausrichtung der Führerstände war die Sicht nach hinten stark eingeschränkt.

Jedoch war gerade der Rangierbetrieb mit Dampflokomotiven, bedingt durch lange Standzeiten und häufiges Anfahren, hochgradig unwirtschaftlich. Durch Konkurrenzunternehmen wie die American Locomotive Company (ALCO) stand ein Lokomotivtyp zur Verfügung, der genau diese Kritikpunkte beseitigte. EMD musste nachziehen. Ein erster Versuch, die mechanische Ausrüstung der EMD F3 mit einem anderen Gehäuse zu versehen, konnte im Betrieb nicht befriedigen.

Erst im Jahr 1949 stand mit der GP7 ein zu den Alco-Modellen konkurrenzfähiges Produkt auf den Schienen.

Konstruktion Bearbeiten

Technisch basierte die GP7 auf der F7. Veränderungen betrafen vor allem die Gehäuseform. Gemäß der von Chefingenieur Dick Dillworth herausgegebenen Losung Form follows funktion (deutsch: Die Formgebung orientiert sich am Einsatzzweck) entstand ein Entwurf, der allem, wie Dillworth es formulierte, Weihnachtsbaumschmuck und anderem Unsinn (englisch: „Christmas tree ornaments and other whimsy“) beraubt war [1].

Die EMD GP7 besaß eine stabilen Rahmen, welcher mit Türen verkleidet war. Hierdurch wurde eine sehr wartungefreundliche Konstruktion geschaffen, da alle Aggregate leicht von außen zugänglich waren. Die A-Einheiten besaßen einen Führerstand, mit dem die Maschinen, im Gegensatz zu den Baureihen der E- und F-Serie in beiden Richtungen gefahren werden konnten. Dahinter lag der Maschinenraum mit dem Traktionsgenerator, welcher den Gleichstrom für die Fahrmotoren lieferte, und dem Dieselmotor EMD 567B. Die Typbezeichnung EMD 567 bedeutet, dass der Motor einen Hubraum pro Zylinder von 567 Kubikzoll hatte. Die Fahrzeuge der frühen GP-Serien besaßen 16-Zylinder-Motoren.

Der Kraftstofftank war zwischen den Drehgestellen angeordnet und fasste 4.542 Liter Dieselöl. Entlang der Motorverkleidung war beidseitig ein Laufgang für den Rangierer angeordnet. So konnte dieser vom Führerstand direkt zu den beiden Fahrzeugenden gelangen.

Ausrüstung Bearbeiten

Auf Kundenwunsch wurden die Maschinen mit Zusatzausstattung geliefert. Viele Modelle wurden mit einer Widerstandsbremse geliefert. Hierbei wird die Bewegungsenergie durch die Fahrmotoren in elektrische Energie umgewandelt und mit dieser dann über Widerstandselemente Wärme erzeugt. Hierdurch konnte der Bremsverschleiß verringert werden, da die Widerstandsbremse verschleißfrei arbeitet. Zur Abgabe der Wärme an die Umgebung besaßen die derart ausgerüsteten Lokomotiven einen zusätzlichen Dachlüfter, anfangs mit einem Durchmesser von 36 Zoll (914 mm). Später wurde der Durchmesser des Lüfters auf 48 Zoll (1.219 mm) vergrößert.

Einige Maschinen waren mit einem zusätzlichen Heizkessel für die Zugheizung ausgerüstet. Hierdurch war ein Einsatz vor Personenzügen möglich. Bei den Maschinen mit Heizanlage war der Kessel im kurzen Vorbau eingebaut. Erkennbar ist dies an der zusätzlichen Abgasanlage.

Literatur Bearbeiten

  • Pinkepank, Jerry A.; The Second Diesel Spotters Guide; Kalmbach Publishing Co. Milwaukee; 4. Auflage 1980; ISBN 0-89024-026-4
  • Schneider, Paul D.; GM's Geeps The General Purpose Diesels, Kalmbach Publishing Co. Milwaukee, 1. Auflage 2001: ISBN 0-89024-573-8

Einzelnachweise Bearbeiten

[1] Schneider, Paul D.; GM's Geeps The General Purpose Diesels, Kalmbach Publishing Co. Milwaukee, 1. Auflage 2001: ISBN 0-89024-573-8 - S. 7

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki