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UnionPacific Logo

Die Union Pacific Railroad (UP) ist die größte Eisenbahngesellschaft in den USA. Sie gehört gänzlich zur Union Pacific Corporation, die bei der New York Stock Exchange als UNP notiert und gleichfalls Eigentümerin der Reederei Overnite Transportation ist. Vorsitzender und Manager der Bahngesellschaft ist James R. Young. Die Union Pacific beschäftigte Ende 2006 mehr als 51.300 Mitarbeiter.

Streckennetz Bearbeiten

Das Netz der Union Pacific erstreckt sich ab Chicago und New Orleans über den gesamten Westen der USA. Es werden 23 Bundesstaaten bedient: Arizona, Arkansas, Colorado, Idaho, Illinois, Iowa, Kalifornien, Kansas, Louisiana, Minnesota, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Mexico, Oklahoma, Oregon, Tennessee, Texas, Utah, Washington, Wisconsin und Wyoming. Ihre heutige Ausdehnung mit einem Streckennetz von fast 33.000 Meilen (ca. 53.000 km) und insgesamt fast 54.000 Meilen (ca. 87.000 km) Gesamtschienennetz hat die UP vor allem durch die Übernahme unzähliger Bahngesellschaften erreicht. Die wichtigsten sind die Missouri Pacific Railroad, die Chicago and North Western Railway, die Western Pacific Railroad und die Southern Pacific Railroad. Letztere wurde bereits zuvor von der Denver and Rio Grande Western Railroad übernommen, behielt ihren Namen jedoch bei.

Es existieren ferner Übereinkünfte mit Wettbewerbern, meistens mit der BNSF, eigene Züge mit eigenen Mannschaften auf deren Netzen mitbenutzen zu können. In der Vergangenheit war die UP auch Eigentümerin der Pacific Electric Railway, die Nahverkehr in Südkalifornien betrieb.

Geschichte Bearbeiten

Zeitraum Vorsitzender
1874 – 1884 Sidney Dillon
1884 – 1890 Charles F. Adams
1890 – 1892 Sidney Dillon
1892 Jay Gould
1904 – 1909 E. H. Harriman
1920 – 1937 Carl R. Gray
1971 – 1983 John Kenefick

Vorsitzende der Union Pacific Railroad (unvollständig):

Die Union Pacific Railroad wurde auf Beschluss des US-Kongresses am 1. Juli 1862 gegründet, um den Westen der USA zu erschließen. Die ersten Gleise wurden 1865 in Omaha im Bundesstaat Nebraska verlegt. Noch heute hat die UP hier ihren Sitz. Am 10. Mai 1869 traf sich die UP mit der aus Kalifornien heranrückenden Central Pacific Railroad bei Promontory Point. Später übernahm sie die Utah Central Railroad und die Utah and Northern Railway. Letztere hatte eine Zweiglinie von Ogden an der UP-Hauptstrecke nordwärts zur Grenze des heutigen Staates Idaho gebaut. Durch den Neubau von Nebenlinien verschaffte sich die Gesellschaft von dort Zugang nach Portland (Oregon). 1880 übernahm sie die Kansas Pacific Railway, die zehn Jahre zuvor eine Strecke von Kansas City nach Denver (Colorado) gebaut hatte, und die Denver Pacific, eine Tochtergesellschaft, die die Verbindung von Denver nach Cheyenne (Wyoming) an der UP-Hauptstrecke herstellte. Etwa zu diesem Zeitpunkt erwarb die UP einige Schmalspurbahnen in Colorado und besaß bis 1893 sogar eine Normalspurstrecke über New Mexico nach Texas.

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Butch Cassidy und Sundance Kid rauben einen Zug der UP aus.

Die Union Pacific war in den Kreditskandal von 1872 verwickelt und musste in den 1870ern Konkurs anmelden. Bei ihrer Sanierung am 24. Januar 1880 erhielt sie die Bezeichnung Union Pacific Railway. Nach einem zweiten Bankrott im Jahre 1893 erhielt sie am 1. Juli 1897 wieder ihren ursprünglichen Namen zurück. Solche kleineren Änderungen in der Gesellschaftsbezeichnung waren bei US-amerikanischen Bahnen nicht ungewöhnlich. Ab 1901 kontrollierte die unter ihrem Vorsitzenden E. H. Harriman sanierte UP die Southern Pacific Railroad, musste jedoch durch Beschluss des Supreme Court im Jahre 1913 diesen Status wieder aufgeben. Erst 1996 sollte die UP die Southern Pacific Railroad endgültig erwerben.

Auf Expansionskurs begab sich die Union Pacific in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. 1981 übernahm sie die Western Pacific Railroad, die ihre Hauptstrecke von Ogden nach San Francisco/Oakland hatte. Damit hatte man einen zweiten Pazifikzugang. Eine erhebliche Vergrößerung des Streckennetzes brachte die Übernahme der doppelt so großen Missouri Pacific Railroad im Jahr 1982. 1995 verleibte sich die UP die Chicago and North Western Railway (C&NWRR) ein, von der sie zuvor schon 25 Prozent der Aktien hielt. Ein Jahr später wurde die große Southern Pacific Railroad inklusive ihrer Tochter St. Louis Southwestern Railway (Cotton Belt) dem Omaha Empire angegliedert. Die SP selbst wurde 1988 von der Denver and Rio Grande Western Railroad übernommen, die den Namen der neuen Gesellschaft als Southern Pacific Lines annahm.

Siehe auch: Liste nordamerikanischer Eisenbahngesellschaften

Fuhrpark Bearbeiten

UP SD60M 2497

EMD SD60M #2497 der UP in Anaheim, 3. Februar 2005.

Ende 2004 verfügte die Union Pacific Railroad über 7.682 Lokomotiven (ausschließlich Diesellokomotiven) und 104.640 Güterwagen sowie 7048 Bahndienstfahrzeuge. Der Güterwagenbestand teilte sich wie folgt auf:

  • 37.504 gedeckte Schüttgutwagen,
  • 20.879 Kastenwagen,
  • 19.431 offene Schüttgutwagen,
  • 15.970 offene Güterwagen (Gondola) und
  • 10.856 sonstige Güterwagen.

Einrichtungen Bearbeiten

Betriebsstellen Bearbeiten

Bedingt durch die Größe hat Union Pacific hunderte Einsatzstellen, Werkstätten und Bahnhöfe. Einige der bekanntesten und größten sind:

Bahnpolizei Bearbeiten

Wie die meisten großen Bahngesellschaften der USA, hat auch die Union Pacific eine eigene polizeiähnliche Abteilung, das Union Pacific Police Department. Die als Special Agents bezeichneten Mitarbeiter haben Jurisdiktion über gegen die Eisenbahngesellschaft begangene Verbrechen, dürfen in allen Bundesstaaten Personen verfolgen und verhaften, und das Staats- und Bundesrecht auch außerhalb der Anlagen von Union Pacific durchsetzen. Sie verfolgen primär größere Unfälle und Verbrechen wie Entgleisungen, Sabotage, Zusammenstöße (auch mit Autos und Personen) und gefährliche Materialien. Aber auch kleinere Angelegenheiten wie das Graffiti, Sachbeschädigung, unbefugtes Betreten von Eisenbahngelände, Betrug und Diebstahl zählen zu ihren Aufgabenbereichen.

Das UPPD und der Begriff Special Agents dienten als Vorlage bei der Gründung des FBI im Jahr 1907.

Weblinks Bearbeiten

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